MITTEILUNGEN ZUM FRÜHJAHRSEMESTER 2012
Liebe Studierende
Liebe Mitarbeitende
Sportliche Pionierarbeit
Seit 1930 gibt es den institutionalisierten Universitätssport – Willy Dürr wurde zum ersten Hochschulsportlehrer
der Schweiz gewählt. Die breitensportlichen Angebote wurden mit der Unterstützung von den Studierenden
der damaligen Akademischen Sportkommission ASK organisiert.
Nach den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das sportliche Image der Universität lange durch die
erfolgreichen Hochschulsport-Vereine geprägt, allen voran durch das erfolgreiche Uni Basel Volleyballteam
der Frauen. Uni Basel ist heute noch Rekordmeister und -cupsieger.
Unisport für alle
In den 60er und 70er Jahren entwickelte sich der Universitätsport enorm. 1967 gab es 24 Trainings für
Studenten und 4 Trainings für Studentinnen (!), 1973 bereits 77 (nicht mehr getrennt…). Seitdem nahmen
die Teilnahmezahlen kontinuierlich zu. Heute gibt es über 120 wöchentliche Trainings, diverse Camps, Weekends,
Plauschturniere und Meisterschaften mit rund 13'000 Kursteilnehmerinnen. 60% der Teilnehmenden
sind Frauen. Rund 97% des Budgets kommen dem Breitensport zugute – mit den restlichen 3% werden der
Leistungs- und Spitzensport sowie die Uni Dance Companies unterstützt.
Ein Erfolgsmodell
Die breite, attraktive und trendige Angebotspalette, auch mit niederschwelligen Angeboten für eigentliche
„Sportmuffel“, die freiwillige Teilnahme ohne Wettkampfverpflichtung und Vereinsmitgliedschaft kommt den
Studierenden entgegen.
In den letzten dreissig Jahren wurden rund 300 verschiedene Sportdisziplinen angeboten. Viele haben sich
durchgesetzt, andere mussten wieder gestrichen werden – und tauchten Jahre später wieder auf, wie z.B.
Geräteturnen und Handball. Auf die unterschiedlichsten Nachfragen rasch reagieren zu können, war immer
schon ein bedeutender Erfolgsfaktor für den Universitätssport.
Sportliche Studierende
92% der Schweizer Studierenden betreiben Sport. Die Studierenden sind deutlich aktiver und sportlicher
als ihre Altersgenossen, die keine Hochschule besuchen. Einen wesentlichen Beitrag zu einem bewegten
Studentenleben leistet der Hochschulsport. Etwa 90 Prozent aller Studierenden kennen das Hochschulsportangebot
und rund zwei Drittel haben schon daran teilgenommen. Sport treiben die Studierenden vor
allem, um gesund und fit zu bleiben, weil Sport Spass macht und einen Ausgleich zum Studium bietet
(Lamprecht&Stamm, Zürich, 2010).
Integration in die Universität
Der Universitätssport war lange Zeit ein „nice to have“ für die Universität. Aufgrund der massiv steigenden
Nachfrage war klar, dass der Universitätssport mehr personelle und finanzielle Ressourcen benötigte. Ganz
gezielt wurde an einer verbesserten Integration in die Universität und an der Identifikation der Universität
mit ihrem Unisport gearbeitet: Anfangs der 90er Jahre wurde der Universitätssport als eine selbstständige
Organisationseinheit etabliert und aus dem Institut für Sport ausgegliedert. Die Anerkennung als eine
gesamtuniversitäre Dienstleistung, die Berücksichtigung des Universitätssports im Leitbild der Universität,
die Einsetzung einer Universitätssportkommission mit Professorinnen und Professoren als Mitglieder und die
Schaffung des „Sportpreises der Universität“ halfen unter anderem mit, den Stellenwert des Universitätssports
zu erhöhen.
Professionalisierung
Als 1985 die ASK aufgehoben wurde, ging die studentische Mitarbeit zwar weitgehend verloren, andererseits
führte dies zu einer Professionalisierung auf allen Ebenen. Die Einführung des PCs anfangs der 80er Jahre
schuf auch für den Universitätssport neue Möglichkeiten: Statistiken, Kursverwaltung, Druckerzeugnisse,
professionelles Design, Bildbearbeitung und die Schaffung einer Corporate Identity waren einfacher zu
bewerkstelligen und eröffneten dem Universitätssport die Chance auch optisch auf attraktive Weise an der
Universität präsent zu sein.
Vom „nice to have“ zum „must“
Heute sind Sport und Bewegung ein „must“ – die Universität hat den Wert eines attraktiven Unisports erkannt,
er ist ein wichtiger Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Zudem wird heute ein adäquates
Sportangebot von Studierenden und Mitarbeitenden an einer Universität erwartet. Der Universitätssport ist
deshalb zu einem bedeutenden Attraktivitätsfaktor für den Hochschulstandort Basel geworden.
Die Eröffnung des Unisport Fitness-Centers an der Klingelbergstrasse 61 ist eine Investition, die vor zehn
Jahren noch nicht denkbar gewesen wäre. Dass die Gremien der Universität den Universitätssport in die Bauplanung
und in die Strategieüberlegungen für die Zukunft mit einbeziehen und in Erwägung ziehen den Universitätssport
im Statut der Universität zu verankern, bestätigt den Wandel vom „nice to have“ zum „must“.
Danke
Abschliessend gebührt all jenen Personen, Gremien und Institutionen, die den Universitätssport gefördert
haben und weiter fördern werden, ein herzlicher Dank: dem Universitätsrat, dem Rektorat, der Planungskommission,
der Universitätssportkommission, der Zentralen Universitätsverwaltung und nicht zuletzt allen
Mitarbeitenden des Universitätssports, die durch ihren Einsatz den Sport an der Universität gefördert haben.
Meiner Nachfolgerin, Bettina Herzig-Lyner, dem ganzen Unisport-Team mit allen engagierten Trainingsleiter/-
innen an der Front wünsche ich viel Erfolg und allen Universitätsangehörigen weiterhin viel Freude an Sport
und Bewegung. Emotionen, Fitness, Entspannung und Abenteuer bereichern das Leben auf dem Campus:
Unisport ist Brainsupport!
Marco Obrist
Leiter Universitätssport


